Dritte Hochschulreform der DDR

An den Hochschulen der DDR und besonders an den von politischer Indoktrination bis dahin relativ verschont gebliebenen Bereichen der Medizin sollte die marxistisch-leninistische Ideologie nunmehr systematisch und konsequent den Erziehungs- und Ausbildungsprozeß durchdringen. Das erklärte Ziel waren „Sozialistische Persönlichkeiten“, die sich durch einen „festen Klassenstandpunkt“ auszeichneten und die Wissenschaft als „Hauptproduktivkraft und Waffe im Klassenkampf‘ meisterten. Die Dritte Hochschulreform führte dazu, daß die Universitäten und Hochschulen der DDR ein Instrument der SED zur Durchsetzung ihrer Weltanschauung und zur Heranbildung von zuverlässigen sozialistischen Kadern wurden und damit zur Festigung der totalen Herrschaft der Partei beitrugen (Hartwig Bernitt).
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