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Psychiatrie

Politischer Missbrauch der Psychiatrie in der DDR – Einzelfälle: Pfarrer M.

In der DDR gab es kein systematisches psychiatrisches Missbrauchsmodell wie in der Sowjetunion. Dennoch bleibt unklar, in wie vielen Fällen politisch Verfolgte – unabhängig von einer etwaigen Inhaftierung – durch Fachpersonal oder Institutionen negativ beeinflusst wurden. Es ist schwer einzuschätzen, welche Ungerechtigkeiten, Demütigungen oder psychischen Belastungen einzelne Betroffene erlitten haben, zumal sowohl Gefangene als auch […]

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Psychiatrie

Verstrickung der Stasi in medizinische Praktiken zur Informationsgewinnung

Die Frage, ob die Stasi gezielt psychotrop wirkende Medikamente einsetzte, ist seit Langem umstritten. Trotz zahlreicher Zeugenaussagen fehlten bislang schriftliche Beweise. Am konkreten Fall eines im Folgenden fiktiv als „Clausmann“ Benannten wird gezeigt, wie medizinische Expertise und geheimpolizeiliche Praktiken beim MfS verflochten waren, insbesondere im Haftkrankenhaus Berlin-Hohenschönhausen. Das Haftkrankenhaus Hohenschönhausen und die Stasi-Strukturen Das zentral […]

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Gesundheitssystem

Das Generalsekretariat der medizinisch-wissenschaftlichen Gesellschaften in der DDR

Politische Steuerung statt freier Wissenschaft Das Generalsekretariat der medizinisch-wissenschaftlichen Gesellschaften wurde 1969 aus dem Ministerium für Gesundheitswesen herausgelöst und diesem direkt unterstellt. Es nahm damit eine Schlüsselstellung im medizinischen Wissenschaftsbetrieb der DDR ein. Seine Aufgaben reichten weit über reine Verwaltungsfragen hinaus: Es übte die Dienstaufsicht über sämtliche medizinisch-wissenschaftlichen Gesellschaften aus und trug die direkte Verantwortung […]

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Gesundheitssystem Psychiatrie

Depressionen: Entwicklung, Forschung und Behandlung in der DDR

Die Behandlung depressiver Erkrankungen wurde ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts durch den Einsatz moderner Antidepressiva grundlegend geprägt. Gleichzeitig führten Entwicklungen in der Klassifikation psychischer Krankheiten und der Versorgung psychiatrischer Patienten zu bedeutenden Fortschritten. Während diese Entwicklungen in der westlichen Psychiatrie umfassend dokumentiert sind, bleibt die Geschichte der DDR-Psychiatrie vergleichsweise wenig erforscht. Nachkriegszeit (1945–1955): […]

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Gesundheitssystem Psychiatrie

Zwangssterilisationen im NS-Staat und ihre Aufarbeitung in der DDR

Was waren die Zwangssterilisationen? Mit dem „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ vom 14. Juli 1933 etablierten die Nationalsozialisten ein System staatlich angeordneter Unfruchtbarmachungen. Entscheidungsinstanzen waren Erbgesundheitsgerichte; betroffen waren als „erbkrank“ kategorisierte Menschen, darunter Personen mit Diagnosen wie „angeborener Schwachsinn“, Schizophrenie, Epilepsie oder chronischem Alkoholismus. Das Gesetz trat am 1. Januar 1934 in Kraft und bildete […]

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Psychotherapie

Therapeutische Gemeinschaft

Das Konzept der „Therapeutischen Gemeinschaft“ entstammt der Psychiatrie und sieht vor, dass die Beziehungen zwischen Patienten und therapeutischem Kollektiv von gegeneinanderstehenden in miteinander wirkendende Gruppen umgewandelt werden. Dadurch wird sich von dem hierarchisch geprägten Arzt-Schwester-Patient-Verhältnis abgewendet. Mithilfe dieser Organisationsform wird eine Mitsprache für jeden ermöglicht, was die Effektivität von Gruppenaktivitäten fördern und eine „Herauslösung des […]

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Psychiatrie

Entwicklung der Kinder- und Jugendpsychiatrie an Universitätskliniken in der DDR

Die ersten Abteilungen für Kinder- und Jugendliche in deutschen psychiatrischen Universitätskliniken entstanden bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Etablieren konnte sich das Fachgebiet aber erst in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts. Die Kinder- und Jugendpsychiatrie wurde nach dem Zweiten Weltkrieg vor allem in Westdeutschland zunehmend als eigenständiges Fach instituiert. In der DDR begann […]

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Psychotherapie

Erfurter Selbsterfahrungsgruppe

In der 1968/69 gegründeten Erfurter Selbsterfahrungsgruppe widmeten sich neun DDR-Ärzte und eine Psychologin erstmalig gemeinsam der Selbsterfahrung und dem Studium der psychoanalytischen Psychotherapie, in welcher sie das Potential sahen, die antiquierten Verfahren der Psychiatrie zu reformieren. Die Treffen der Gruppe bestanden aus inhaltlichen Referaten, Gruppenselbsterfahrung und einer Reflexion des Erlebten. Eine Besonderheit war die kaum […]

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Psychotherapie

Problemfallseminare

1973 wird unter Harro Wendt in Uchtspringe das erste Problemfallseminar (in Anlehnung an die westdeutschen Balint-Gruppen) durchgeführt. In diesem Rahmen können seither vorwiegend jüngere, psychotherapeutisch interessierte, aber relativ unerfahrene Ärzte und Psychologen bei problematischen Behandlungsfällen Beratung und Supervision von erfahrenen Kollegen bekommen. Die Seminare haben dabei eine stark leitungszentrierte Herangehensweise: ein erfahrener Psychotherapeut eröffnet durch […]

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Psychiatrie

Gesetz über die Einweisung in stationäre Einrichtungen für psychisch Kranke

Eine Gesetzgebung für die Psychiatrie wurde in der DDR 1968 umgesetzt. Bis zu diesem Zeitpunkt basierte die Regelung der Zwangsunterbringungen psychisch Kranker auf dem preußischen Polizeiverwaltungsgesetz von 1931 (§§ 14, 15). Das Einweisungsgesetz trat am 1. Juli 1968 in Kraft und entsprach in seiner grundsätzlichen Konzeption der Festlegung in Artikel 35 der Verfassung der DDR, wonach jeder […]

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Psychotherapie

Kommunikative Bewegungstherapie

In den 1960er Jahren entwickelt sich die Kommunikative Bewegungstherapie unter der Leitung von Christa Kohler (1928-2004) in der Psychotherapie-Abteilung der Karl-Marx-Universität Leipzig. Mit dem Leitungswechsel von Dietfried Müller-Hegemann zu Kohler beginnt an diesem Standort eine völlig neue Psychotherapiebewegung. Hierbei kommt ein multimodales Therapiekonzept zum Einsatz (siehe Kommunikative Psychotherapie). Neben dem nonverbalen Verfahren der Kommunikativen Bewegungstherapie […]

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Psychotherapie

Fachphysiotherapeut für funktionelle Störungen und Neurosen

Die Fortbildung zum Fachphysiotherapeuten für funktionelle Störungen und Neurosen besteht ab dem Jahr 1972 bis zum Mauerfall (1989). Kernelement der Ausbildung bildet die Methode der Kommunikativen Bewegungstherapie, als dessen Mitbegründerin Anita Wilda-Kiesel gilt. Der Therapieansatz konzentriert sich auf die Wahrnehmung des eigenen Körpers und dessen Beziehung zur Umgebung sowie die Förderung der zwischenmenschlichen Kommunikation in […]

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Psychiatrie

Sozialpsychiatrie im gesellschaftlichen System der DDR

Die Entwicklung der Sozialpsychiatrie in der DDR war eng mit dem gesellschaftlichen und politischen Kontext verbunden. Das Leipziger Reformprojekt, das sich auf die Verbesserung und Weiterentwicklung der psychiatrischen Versorgung konzentrierte, wurde in das gesellschaftliche System und die Gesundheitspolitik der DDR eingebettet. Trotz Unterstützungen und positiver Rahmenbedingungen standen die Reformbemühungen vor erheblichen Herausforderungen, die sowohl ideologischer, […]

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Psychiatrie

Reformansätze in der psychiatrischen Versorgung in der DDR und Bundesrepublik

Im Verlauf des 20. Jahrhunderts wurden in der DDR und BRD bedeutende Reformansätze entwickelt, um die Versorgung psychisch Kranker zu verbessern und gesellschaftliche Integration zu fördern. Zunächst bestanden nach dem Zweiten Weltkrieg in beiden deutschen Staaten große Herausforderungen: Raumbedarf, Personalmangel, Desorganisation der Einrichtungen. Erst Ende der 1950er Jahre wurde die sozialpsychiatrische Diskussion durch Psychopharmaka und […]

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Psychiatrie

Psychologen in der DDR‑Psychiatrie – Konflikte, Reformen, Professionalisierung

Die Einsatzbereiche klinischer Psychologen in der DDR waren in den 1950er Jahren unklar und umstritten. Vor dem Hintergrund wachsender Absolventenzahlen wurde die Abgrenzung gegenüber ärztlicher Tätigkeit kontrovers diskutiert: Einige führende Psychiater forderten Rücknahme ärztlicher Aufgaben, lehnten Psychotherapie durch Nichtmediziner ab und sahen Psychologen nur als „Gehilfen“ für Prophylaxe, Rehabilitation und Forschung; andere plädierten für Kooperation. […]

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Psychotherapie

Katathymes Bilderleben / Katathym-imaginative Psychotherapie

Das Katathyme Bilderleben (KB), seit Ende der 1990er Jahre auch als Katathym-imaginative Psychotherapie (KiP) bezeichnet, ist ein tiefenpsychologisch fundiertes Imaginationsverfahren. Mithilfe vorstrukturierter Standardmotive werden die Patienten im KB angeleitet, einen Tagtraum zu erleben und diesen zeitgleich zu beschreiben. Über die Aufdeckung und Beeinflussung unbewusst ablaufender psychischer Prozesse wird so versucht, bei den Patienten eine Einstellungs- […]

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Psychotherapie

Musiktherapie

Kurzbeschreibung des Verfahrens Die Musiktherapie ist ein weitgehend nonverbales handlungsorientiertes Verfahren, bei dem die Patienten Musik hören, diese aber auch selbst reproduzieren können. Dabei zielt das Verfahren auf eine sowohl psychische als auch somatische Wirkung ab.  Es wird zwischen der Aktiven Musiktherapie und der Rezeptiven Musiktherapie unterschieden, die sich wiederum jeweils in gruppenmusiktherapeutische und einzelmusiktherapeutische […]

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Gesundheitssystem Psychiatrie

Arzneimittelstudien in der DDR – Entwicklung, Kontrolle und internationale Zusammenarbeit

Seit 1956 koordinierte die DDR die Forschung an psychotropen Wirkstoffen innerhalb der Arbeitsgemeinschaft der Pharmakologen. Neben volkseigenen Betrieben war auch die westdeutsche Pharmaindustrie aktiv, wenngleich die Zusammenarbeit kaum kontrolliert wurde. Ein Großteil der klinischen Versuchsdaten wurde nicht systematisch dokumentiert, sondern im Rahmen informeller Absprachen vereinbart. Die Spitzelberichte der Stasi belegen beispielsweise, dass einzelne Ärzte, etwa […]

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Psychiatrie

Patientenrechte und ärztliche Fürsorge in der Psychiatrie – Debatten in Ost und West

In den 1950er‑ und 1960er‑Jahren dominierte die Frage, wie viel Aufklärung einem psychisch Erkrankten zumutbar ist, ohne ihn zu überfordern oder notwendige Therapie zu gefährden. Juristen und Psychiater erörterten, inwieweit bei mangelnder Einsicht die ärztliche Entscheidung vorrangig sein könne. Während in der BRD juristische Positionen zunehmend die Patientenautonomie betonten, neigten viele ärztliche Stellungnahmen dazu, die […]

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Gesundheitssystem

Bezirksärzte in der DDR – Schaltstellen zwischen Medizin und Macht

Schnittstelle von Staat und Gesundheitswesen Bezirksärzte nahmen in der DDR eine herausgehobene Position ein. Angesiedelt beim Rat des Bezirkes, waren sie das Bindeglied zwischen dem Gesundheitsministerium und den regionalen Einrichtungen. Ihre Weisungsbefugnis reichte von Krankenhäusern und Polikliniken bis hin zu Pflegeheimen, Kinderkrippen und Apotheken. Sie entschieden über die Zulassung zum Medizinstudium, über Personalfragen und über […]

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Psychologie

Psychophysiologische Geheimnisse: Lügendetektoren und Sprachanalysen bei der Stasi

Unerwartete Forschung im Dienste der Staatssicherheit Wenn man an die Staatssicherheit denkt, kommen einem Spitzelberichte, Observationen oder abgehörte Telefonate in den Sinn. Weniger bekannt ist, dass das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) auch auf einem Gebiet aktiv war, das man eher in psychologischen Laboren vermuten würde: der Psychophysiologie. Ziel war es, innere Zustände wie Stress oder […]

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Gesundheitssystem

Polikliniken in der DDR – Herzstück der ambulanten Versorgung

Von der Nachkriegsnot zum neuen Modell Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war die gesundheitliche Lage in der sowjetischen Besatzungszone dramatisch: Seuchen wie Tuberkulose, Ruhr oder Typhus, hohe Säuglingssterblichkeit, Mangelernährung und zerstörte Kliniken bestimmten das Bild. Um eine flächendeckende Versorgung sicherzustellen, ordnete die sowjetische Militäradministration 1947 den Aufbau von Polikliniken an. Die erste Einrichtung eröffnete […]

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Gesundheitssystem

Hinter der Fassade – Die Krise des Gesundheitswesens gegen Ende der DDR

Dauerhafte Engpässe und strukturelle Defizite Das Gesundheitswesen der DDR wurde nach außen stets als Vorzeigeprojekt des Sozialismus präsentiert: kostenfreie Behandlung für alle, ein dichtes Netz von Polikliniken und konsequente Vorsorge. Die Realität in den 1970er- und vor allem den 1980er-Jahren sah jedoch zunehmend anders aus. Interne Akten von Gesundheitsbehörden und der Staatssicherheit zeigen exemplarisch ein […]

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Psychiatrie

Mediale Aufmerksamkeit – Psychiatrie im Fokus der Zeitschrift „Deine Gesundheit“

In der DDR wurde Psychiatrie öffentlich kaum thematisiert. Eine Ausnahme bildete die populärmedizinische Zeitschrift „Deine Gesundheit“ (1955–1993), die sich als aufklärerisches Organ verstand und ein großes Lesepublikum erreichte. Unter Chefredakteuren wie Georg Misgeld und Ursula Hertel bemühte sich die Journalisten um Dialog mit den Lesern und behandelten auch politisch sensible Themen. Psychiatrie erschien darin als […]

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Gesundheitssystem

Zwei Gesundheitskonferenzen – Aufbruch und Abgesang

Aufbruch 1960 Die erste Nationale Gesundheitskonferenz der DDR im Februar 1960 in Weimar markierte eine Zäsur. Während die Jahre seit 1945 vor allem vom Wiederaufbau nach Krieg und Besatzung geprägt waren, trat nun der Anspruch auf eine eigenständige, „emanzipierte“ Entwicklung des DDR-Gesundheitswesens hervor. Kriegsschäden waren weitgehend beseitigt, eine neue Ärztegeneration trat hervor, die Herrschaft der […]

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Gesundheitssystem Psychiatrie

Forensische Psychiatrie in Berlin-Buch – Haus 213

Das Haus 213 im Klinikum Berlin-Buch war die zentrale Einrichtung für forensische Psychiatrie in Ost-Berlin. Es entstand 1910 als sogenanntes „Festes Haus“ zur Verwahrung psychisch kranker Straftäter und übernahm nach 1968 die Aufgabe, im Raum Berlin und Frankfurt/Oder gerichtlich eingewiesene Patienten aufzunehmen. In der Literatur wird 1968 mit der Abschaffung des Maßregelvollzugs in der DDR […]

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Gesundheitssystem

Medizinische Versorgung in der Untersuchungshaft des MfS Leipzig

Die Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) in Leipzig war ein zentraler Bestandteil der politischen Strafverfolgung in der DDR. Während zu Organisation und Praktiken der Stasi-Haft inzwischen zahlreiche Studien vorliegen, ist über die medizinische und insbesondere psychische Versorgung der Inhaftierten vergleichsweise wenig bekannt. Aktenbestände aus der Bezirksverwaltung Leipzig ermöglichen Einblicke in die Strukturen und Entwicklungen […]

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Gesundheitssystem Psychiatrie

Zwischen Skandal und Forschung – Die Psychiatrie in Waldheim

1990 sorgte das Magazin Stern mit Berichten über eine angebliche „Folterklinik“ in Waldheim für Schlagzeilen. Die Schilderungen von Misshandlungen und politischer Internierung lösten einen öffentlichen Aufschrei aus. Untersuchungskommissionen der DDR und später der Länder kamen jedoch zu einem differenzierten Ergebnis: Politisch Andersdenkende wurden nicht systematisch in Waldheim untergebracht, gleichwohl gab es gravierende Missstände. Dazu zählten […]

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Psychotherapie

Abgestuftes System der Diagnostik und Therapie neurotisch-funktioneller Störungen

Als ein Ergebnis des in der zweiten Jahreshälfte 1969 entstandenen Forschungsprojekts „Psychonervale Störungen“ unter der Gesamtleitung Karl Leonhards entsteht am Haus der Gesundheit Kurt Höcks ein zweistufiges Behandlungskonzept – das sogenannte „Abgestufte System der Diagnostik und Therapie neurotisch-funktioneller Störungen“. Dabei handelt es sich um ein zweistufiges Fließsystem, dass die Behandlung psychisch Erkrankter regelt: In der […]

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Psychotherapie

Aspekte der Transformation ab 1989

Rund um den Mauerfall am 9. November 1989 reisen mehrere DDR-Psychotherapeuten zum DKPM-Kongress nach Gießen. Dort werden in Michael Geyers Erinnerungen aufgrund der tagesaktuellen politischen Lage Äußerungen über eine künftige Zusammenarbeit von ostdeutschen und westdeutschen Kongressteilnehmenden laut. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte sich in der BRD durch den dortigen Ärzteüberschuss insgesamt eine deutlich erkennbare Separation […]

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Psychotherapie

Die Gesellschaft für Psychologie der DDR – Zwischen Wissenschaft und Ideologie

1. Gründung und politischer Kontext Die Gründung der Gesellschaft für Psychologie der DDR (GP) erfolgte im Oktober 1962 vor dem Hintergrund der politischen Teilung Deutschlands. Mit der zunehmenden Isolation der DDR von westlichen Institutionen war eine Mitgliedschaft ostdeutscher Psychologen in der westlich orientierten Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) nicht länger tragbar. Infolgedessen rief man die […]

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Psychotherapie

Entwicklungsaspekte der Psychotherapie

Über 30 Jahre nach der Wiedervereinigung rückt die Psychotherapie in der DDR zunehmend ins wissenschaftliche Interesse, insbesondere im Blick auf ihre Eigenentwicklung trotz sowjetischer Einflüsse wie dem Pawlowismus. Michael Geyer (2011) beschreibt die Entwicklung der Psychotherapie in der DDR beginnend mit dem anfänglich ideologisch begründeten Pawlowismus und einer Ablehnung der Freud’schen Lehre. Es folgen eine […]

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Psychotherapie

Facharzt für Psychotherapie

Facharzt für Psychotherapie Im August 1978 werden die gesetzlichen Bestimmungen für den Zweitfacharzt für Psychotherapie verabschiedet. Von der Gesellschaft für Ärztliche Psychotherapie der DDR ist Werner König vorab beauftragt worden, sich mit den staatlichen Stellen zu verständigen. Eine vorbereitende Fachkommission besteht neben Werner König aus Kurt Höck (Vorsitzender), Michael Geyer, Helmut Kulawik, Klaus Weise und […]

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Psychotherapie

Oskar-Vogt-Preis

Der Oskar-Vogt-Preis Die Gesellschaft für Ärztliche Psychotherapie (GÄP) möchte herausragende wissenschaftliche Arbeiten zu Psychotherapie und Psychosomatik würdigen. Aus diesem Anlass wird der Oskar-Vogt-Preis in den 1980er Jahren insgesamt drei Mal an verdiente Therapeuten und Therapeutinnen vergeben. Oskar Vogt und seine Frau Cécile (Französin) arbeiten als Hirnforscher. Durch wiederholte Unterstützung von Seiten der Familie Krupp sowohl […]

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Psychotherapie

John-Rittmeister-Medaille

Die John-Rittmeister-Medaille Die Gesellschaft für Ärztliche Psychotherapie (GÄP) hegt ab den 1970er Jahren den Wunsch, herausragende Mitglieder und Funktionäre aus ihren Reihen in Anerkennung ihrer besonderen Verdienste in der Psychotherapie und Sozialpsychiatrie zu würdigen. Diesem Wunsch folgend wird die John-Rittmeister-Medaille ab 1979 insgesamt einundzwanzigmal an Ärztinnen und Ärzte verliehen. Die erste Medaille erhält Eva Rittmeister, […]

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Psychotherapie

Stellenwert der Psychotherapie im DDR-Gesundheitssystem

Psychotherapie in der DDR: Institutionalisierung, Praxis und Selbstverständnis Im DDR‑Gesundheitssystem war Psychotherapie seit den 1960er Jahren etabliert – eindeutig als Bestandteil der medizinischen Versorgung verankert und theoretisch flächendeckend über die Sozialversicherung abgedeckt. Integration in medizinische Strukturen und Nachfrage Eine bibliometrische Analyse der Fachliteratur identifizierte dichte interne Zentren der Psychotherapie in der DDR, etwa in Fachzeitschriften, […]

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Psychiatrie

Geistig beeinträchtigte Menschen in der Psychiatrie in der DDR

Bis weit in die 1960er Jahre wurden geistig beeinträchtigte Menschen in der DDR weitgehend aus der öffentlichen Wahrnehmung ausgeschlossen. Der parteidoktrinäre Sozialismus hatte ein stark eingeschränktes Menschenbild, das die Realität beeinträchtigter Menschen weitgehend ignorierte. Dieses theoretische Defizit hatte direkte Konsequenzen für die psychosoziale Praxis, da staatliche Anerkennung, mediale Darstellung und öffentliche Unterstützung für geistig Beeinträchtigte […]

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Psychiatrie

Psychiatrische Rehabilitation in der sozialistischen Gesellschaft

In den 1960er Jahren erhielt die psychiatrische Rehabilitation zunehmend Gewicht. Hintergrund waren steigende Patientenzahlen in der Psychiatrie und anderen Bereichen infolge höherer Lebenserwartung und geringerer Kindersterblichkeit. In der DDR galt Rehabilitation als ärztlich-ethische und gesellschaftliche Aufgabe, die medizinische, berufliche, soziale und pädagogische Maßnahmen vereinte. Ziel war es, Arbeitsfähigkeit und soziale Teilhabe wiederherzustellen sowie eine „positive […]

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Gesundheitssystem Psychiatrie

Haftkrankenhaus des MfS Berlin-Hohenschönhausen

Von 1959 bis 1989 unterhielt das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) in Berlin-Hohenschönhausen ein zentrales Haftkrankenhaus. Es lag innerhalb des Sperrgebiets der Untersuchungshaftanstalt und war für die Insassen aller 17 MfS-Haftanstalten sowie des Lagers X zuständig. Insgesamt wurden dort nach aktuellem Stand 3.173 Häftlinge stationär behandelt. Offiziell diente die Einrichtung der medizinischen Versorgung und der Sicherstellung […]

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Psychotherapie

Akademie der Wissenschaften der DDR: Zentralinstitut für Herz-Kreislaufforschung; Arbeitsgruppe für Psychotherapie

Arbeitsgruppe für Klinische Psychologie des Zentralinstituts für Herz-Kreislaufforschung der Akademie der Wissenschaften der DDR Die Arbeitsgruppe für Klinische Psychologie wird 1958 als Teil des Zentralinstituts für Herz-Kreislaufforschung der Akademie der Wissenschaften der DDR gegründet. Sie ist insbesondere für die Psychotherapie der Institutspatienten zuständig, die hier mit Autogenem Training, Hypnose und individuellen psychologischen Gesprächen behandelt werden. […]

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Psychotherapie

Ambulatorium Humboldt-Universität – Klinische Psychologie, Sektion Psychotherapie

Die Sektion Psychotherapie Das Ambulatorium der Humboldt-Universität Berlin wird 1963 unter der Leitung von Heinz-Ewald Strauß zunächst als reines Forschungsambulatorium eröffnet. Ambulante Psychotherapie außerhalb universitärer Forschung und Lehre wird hier ab 1969 durchgeführt, sodass sich das Ambulatorium zunächst im Jahr 1971 zur „Stadtambulanz“ entwickelt und ab 1984 zum ambulanten Versorgungsbereich der medizinischen Fakultät (Charité) der […]

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Psychotherapie

Bezirkskrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie Hildburghausen (Psychotherapeutische Abteilung)

Psychotherapeutische Abteilung Kurz nach der Gründung der Klinik für Psychotherapie am Bezirkskrankenhaus Hildburghausen im Jahr 1972, wird unter der Leitung von Dr. med. Heinz Benkenstein in sogenannten Arbeitskommunitäten die Intendierte Dynamische Gruppenpsychotherapie (IDG) erarbeitet und daraufhin zur zentralen Therapieform der Klinik. Organisatorisch ist diese nach dem Konzept der therapeutischen Gemeinschaft ausgerichtet. In der Regel werden […]

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Psychiatrie

Politischer Missbrauch der Psychiatrie in der DDR

Internationale Dimension und Ausgangspunkt Der Missbrauch der Psychiatrie in der Sowjetunion führte seit den 1970er-Jahren zu Spannungen zwischen Fachverbänden in Ost und West. Nach 1989 wurde auch die DDR-Psychiatrie verdächtigt, ähnlich missbraucht worden zu sein. 1990 berichteten westdeutsche Medien – etwa Stern und Bild – über angebliche systematische Psychiatrisierungen, besonders in Waldheim und an der […]

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Psychiatrie

Missbrauch der Psychiatrie in der DDR – Verletzung der Schweigepflicht

In der DDR wurde die ärztliche Schweigepflicht trotz gesetzlicher Verankerung durch staatliche Eingriffe massiv eingeschränkt. Obwohl das DDR-Recht ähnliche Regelungen wie die Bundesrepublik kannte, etwa das Aussageverweigerungsrecht, verlangte es zugleich umfassendere Anzeigenpflichten (§ 225 StGB) und kannte zahlreiche Meldevorschriften. Besonders das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) unterlief den Schutz vertraulicher Patientendaten systematisch. Nach § 225 StGB mussten […]

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Psychotherapie

Bezirkskrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie Mühlhausen/Pfafferode (Psychotherapeutische Abteilung)

Psychotherapeutische Abteilung Aufgrund wachsender Nachfrage nach psychologischer Betreuung im Bezirk Erfurt wird 1967 eine eigenständige psychotherapeutische Station im Bezirkskrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie Mühlhausen eröffnet und erstmals ein Psychologe am Standort beschäftigt. Ab diesem Zeitpunkt werden in der Klinik Gruppenpsychotherapie, Autogenes Training, Bewegungs- und Musiktherapie angeboten. In den 1980er Jahren werden am Standort durch Roswitha […]

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Psychotherapie

Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie Rodewisch

Psychotherapeutische Abteilung Das Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie Rodewisch fällt bereits Mitte der 1950er Jahre durch fortschrittliche neurologisch-diagnostische Verfahren sowie offen und wohnlich gestaltete Stationen auf. Die Klinik, die 1956 noch „Bezirkskrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie Rodewisch“ heißt, setzt es sich zum Ziel, bezüglich ihrer therapeutischen Standards im internationalen Vergleich mithalten zu können. 1963 dient […]

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Psychotherapie

Psychotherapeutische Abteilung des Bezirkskrankenhauses für Psychiatrie und Neurologie Stadtroda und Psychotherapie-Station der Kinderneuropsychiatrischen Abteilung des Bezirkskrankenhauses Stadtroda

Psychotherapeutische Abteilung und Psychotherapie-Station der Kinderneuropsychiatrischen Abteilung Die psychotherapeutische Abteilung wird 1953 eröffnet und behandelt Patienten zunächst bis 1965 überwiegend mit der Pawlow‘schen Schlaftherapie. Ab 1965 entwickelte sich das Behandlungskonzept zunehmend mit einer tiefenpsychologischen Orientierung und es kommen auch vermehrt Gesprächspsychotherapie, Autogenes Training, Musik-, Bewegungs- und Beschäftigungstherapie zum Einsatz. Ab 1975 entwickelt sich schließlich die […]

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Psychotherapie

Psychotherapieabteilung der Bezirksnervenklinik Haldensleben

Psychotherapieabteilung In der Psychotherapieabteilung der Bezirksnervenklinik Haldensleben werden ab 1979 Patienten mit Autogenes Training, Hypnose, persönlichkeitszentrierter Einzeltherapie und Intendierter Dynamischer Gruppentherapie (IDG) psychotherapeutisch behandelt. Auch behandlungsergänzende Elemente wie Bewegungs-, Musik-, Beschäftigungs- und Arbeitstherapie kommen dabei zum Einsatz. Der Standort verfolgt bereits ab Ende der 1950er Jahre das moderne Leitbild „Therapie statt Verwahrung“ und setzt zahlreiche […]

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Psychotherapie

Bezirksnervenklinik Schwerin (Abteilung für Psychotherapie)

Abteilung für Psychotherapie 1974 wird in der Bezirksnervenklinik Schwerin unter Chefarzt Dr. Waldemar Gunia eine eigenständige psychotherapeutische Station eröffnet. Diese bietet mit einem Facharzt und einem Psychologen Platz für bis zu 20 stationäre sowie weitere 120 ambulante Patienten. Das Behandlungsangebot umfasst die Intendierte Dynamische Gruppentherapie (IDG) nach Kurt Höck, Verhaltenstherapie und Autogenes Training. Ab den […]

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Psychotherapie

Bezirksnervenklinik Uchtspringe/Altmark (Psychotherapeutische Abteilung)

Psychotherapeutische Abteilung Harro Wendt übernimmt 1961 das Direktorat der Bezirksnervenklinik Uchtspringe. Vier Jahre später errichtet er vor Ort eine Psychotherapieabteilung mit Schwerpunkt auf Psychoanalyse. In der Folge werden hier verschiedene Formen der Gruppentherapie, darunter die Intendierte Dynamische Gruppenpsychotherapie (IDG), und Einzelgespräche im Sinne einer persönlichkeitszentrierten Gesprächstherapie angeboten. Therapeutische Strömungen und Behandlungssetting Harro Wendt gründet 1965 […]

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Psychotherapie

Diakoniewerk Halle (Klinik für Psychotherapie und Psychosomatik)

Die Klinik für Psychotherapie und Psychosomatik des Diakoniewerkes Halle wird 1980 unter der Leitung von Hans-Joachim Maaz als Bestandteil des Krankenhauses der Stadt Halle gegründet (Leitung: 1980-2008). Die Therapie ist vorrangig gruppendynamisch ausgerichtet und integriert die Körperpsychotherapie. Von 1980 bis 2008 behandelt die Klinik stationär ca. 12.000 Patienten. Die Kapazität liegt bei 35 Betten mit […]

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Psychotherapie

Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald (Psychotherapeutische Station der Nervenklinik des Bereichs Medizin)

Die Psychotherapeutische Station der Nervenklinik des Bereichs Medizin Die Anfänge der Behandlung psychischer Leiden in Greifswald finden sich im Jahr 1834 mit der Gründung einer „Irrenheilanstalt“, welche zum medizinischen Institut der „Königlichen Universität zu Greifswald“ gehört. Die psychiatrische Universitätsmedizin ist bis zur Übernahme der Leitung von Hanns Schwarz stark neurologisch-somatisch geprägt. Ab 1946 halten beginnend […]

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Psychotherapie

Psychotherapiestation des Fachkrankenhauses für Neurologie und Psychiatrie Altscherbitz

Psychotherapiestation Die psychotherapeutische Station des Fachkrankenhauses für Neurologie und Psychiatrie Altscherbitz wird 1979 unter der Leitung von Dr. med. Dieck eröffnet. Hier werden Patienten insbesondere mit gruppentherapeutischen Verfahren behandelt. Davor kam in der psychiatrischen Klinik neben Psychopharmaka und Elektrokrampfbehandlungen vor allem Arbeitstherapie als therapeutisches Mittel zum Einsatz, zunächst in der Landwirtschaft, später auch im Handwerk […]

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Psychiatrie

Hochschulpolitik an den Universitätsnervenkliniken in der SBZ und DDR bis 1961

Die Neuorientierung der deutschen Psychiatrie nach 1945 war eng mit der Frage von personellen Kontinuitäten und Brüchen verbunden – in West wie Ost. In der SBZ/DDR prägte die Personalpolitik der SED bis 1961 auch die psychiatrisch-neurologischen Lehrstühle. Dabei wirkten politische Vorgaben und fachspezifische Bedingungen gleichermaßen auf die akademischen Biografien. Zwischen Pragmatismus und Kontrolle: Personalpolitik in […]

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Psychotherapie

Psychotherapie-Abteilung des Fachkrankenhauses für Neurologie und Psychiatrie Berlin-Lichtenberg

Psychotherapie-Abteilung Die Psychotherapie-Abteilung des Fachkrankenhauses für Neurologie und Psychiatrie Berlin-Lichtenberg wird 1972 eröffnet und behandelt Patienten sowohl voll- als auch teilstationär. Hierbei kommen insbesondere die Intendierte Dynamische Gruppentherapie (IDG), die sogenannte Kommunikationsbetreuung und Individualtherapie zum Einsatz. Die Klinik verfügt zudem über eine psychotherapeutische Ambulanz, in der Patienten mit Gesprächspsychotherapie, Autogenem Training und Ehepaartherapie behandelt werden. […]

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Psychotherapie

Abteilung für Psychotherapie und Neurosenforschung im Haus der Gesundheit Berlin

Abteilung für Psychotherapie und Neurosenforschung In der Abteilung für Psychotherapie und Neurosenforschung am Haus der Gesundheit werden ab 1949 zunächst Beratungen, tiefenpsychologische Explorationen sowie Hypnose und autogenes Training für Personen aus dem Bezirk Berlin-Mitte durchgeführt. Ab 1956 wird hier unter Kurt Höck erstmals in therapeutischen Gruppen gearbeitet, auf Grundlage derer er kurz darauf, gemeinsam mit […]

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Psychotherapie

Klinik für Psychiatrie der Karl-Marx-Universität Leipzig (Abteilung für Psychotherapie und Neurosenforschung)

Abteilung für Psychotherapie und Neurosenforschung Die Psychotherapieabteilung der Universität Leipzig durchläuft während ihrer Zeit ab 1953 in der DDR verschiedene konzeptionelle Phasen und Entwicklungen, die zu ihrer Zeit in den ostdeutschen Psychotherapiestandorten maßgeblich zu Veränderungen beitragen. Dazu gehören vor allem Dietfried Müller-Hegemanns „Pawlow’sche Schlaftherapie“ und Christa Kohlers „Kommunikative Psychotherapie“. Therapeutische Strömungen und Behandlungssetting Da die […]

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Psychotherapie

Psychotherapieabteilung der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Neurologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Psychotherapieabteilung Die Stadt Halle gilt als Geburtsstätte der Psychiatrie durch den dort wirkenden Arzt Johann Christian Reil (1758-1813). In der DDR wirken in der Psychotherapieabteilung der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Neurologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg unter anderem Erdmuthe Fikentscher, Heinz Hennig und Helmut Rennert. Das multimodale Konzept der Klinik setzt einen Fokus auf die […]

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Psychotherapie

Nervenklinik der Medizinischen Akademie Erfurt (Psychotherapeutische Abteilung)

Psychotherapeutische Abteilung 1954 wird die Medizinische Akademie Erfurt gegründet. Schon im Jahr darauf wird die Nervenklinik eingerichtet und Psychiater Karl Leonhard übernimmt die Leitung, der 1957 seine Monographie „Aufteilung der endogenen Psychosen“ veröffentlicht und im selben Jahr sein Direktorat abgibt. Von 1958 bis 1985 leitet R. Heinrich die Klinik, der neben seiner Tätigkeit als Psychiater […]

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Psychotherapie

Medizinische Poliklinik der Friedrich-Schiller-Universität Jena (Psychotherapieabteilung)

Psychotherapieabteilung Die Abteilung für Internistische Psychotherapie in der Klinik für Innere Medizin der Universität Jena ist nach Berlin die zweite Psychotherapieeinrichtung der DDR. Die Ambulanz der Medizinischen Poliklinik Jena wird 1951 durch Gerhard Klumbies und Direktor Hellmuth Kleinsorges Beitrag bis Anfang der 1970er eine der drei wichtigsten Anlaufstellen zur Weiterbildung im Fach Psychotherapie, speziell für […]

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Gesundheitssystem Psychiatrie

Die Abteilung Gesundheitspolitik des ZK der SED

Kurz nach ihrer Gründung im Jahr 1946 richtete die SED beim Parteivorstand eine Abteilung für das Gesundheitswesen ein. In den folgenden Jahren gab es mehrere Umstrukturierungen, bei denen das Gesundheitswesen mit anderen Ressorts innerhalb des Parteiapparats zusammengelegt wurde. Erst 1959 wurde die eigenständige Abteilung Gesundheitspolitik im ZK der SED geschaffen. Sie vereinte die Bereiche Gesundheitsschutz, […]

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Psychiatrie

Nervenklinik Hochweitzschen

Gründung, Krieg und Nachkriegszeit 1874 wird die Irrenheilanstalt Hochweitzschen eröffnet, um überbelegte Einrichtungen wie die Heilanstalt Sonnenstein bei Pirna zu entlasten. Zwischenzeitlich spezialisiert sich die Klinik auf die Behandlung von epilepsiekranken Patientinnen und Patienten, gibt dieses Konzept jedoch 1930 wieder auf. Während der Zeit des Nationalsozialismuswerdenmehrere tausend psychisch kranke Menschen ermordet oder deportiert. Ab 1943 […]

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Psychiatrie

Psychiatrisches Pflegeheim Dobbertin – Außenstelle der Bezirksnervenklinik Schwerin

Errichtung Im August 1961 unterrichtete der Rat des Bezirkes Schwerin den Rat der Gemeinde Dobbertin, das in einem ehemaligen Kloster untergebrachte Kreisfeierabendheim in ein Spezialheim umzuwandeln. Hintergrund bildete die Intention des Leiters der Bezirksnervenklinik (BNK) Schwerin, Horst Berthold, psychiatrische Pflegefälle aus der Klinik herauszunehmen und in einem Heim unterzubringen. Ziel war der Aufbau einer kinderpsychiatrischen […]

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Psychiatrie

Bezirkskrankenhaus für Neurologie und Psychiatrie Hildburghausen

1866 wird die „Herzoglich-Sachsen-Meiningische Landesirren-, Heil- und Pflegeanstalt“ in Hildburghausen eröffnet. 1945 werden große Teile der Anstalt zerstört. In den Folgejahren übernimmt Liese-Lotto Eichler die Leitung, gefolgt von der Ärztin und Gesundheitspolitikerin Eva Gatzek (1909–1981). Ausbau der Kinder- und Jugendpsychiatrie 1965 entsteht unter der Leitung von Annemarie Hohmann die Kinder- und Jugendpsychiatrie, die im ehemaligen […]

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Bezirksnervenklinik Haldensleben

Errichtung Die Landesheilanstalt Haldensleben ist 1930 nach Entwürfen des Architekten Karl Bonatz für knapp 2000 Menschen errichtet worden (Abb. 1). Erweiterungen und Bettenentwicklung Zu DDR-Zeiten fungiert die Einrichtung neben Uchtspringe als Bezirksfachkrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie des Bezirks Magdeburg. Zwei Erweiterungen finden 1968 und 1980 statt. In den 1960er Jahren verfügt die Einrichtug über 1300 Betten, […]

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Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Neurologie, Bereich Medizin, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Gründung und frühe Entwicklung Die Psychiatrische und Nervenklinik der Friedrichs-Universität Halle wird 1891 von Eduard Hitzig (1838–1907) gegründet. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs bleibt der Lehrstuhlinhaber Fritz Flügel (1897–1973) zunächst in seiner Position. Unbelastete Mediziner, die fachlich und wissenschaftlich kompetent sind, sind kaum vorhanden. Leitung durch Helmut Rennert (1958–1983) Erst mit Helmut Rennert, der die […]

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Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie Großschweidnitz

Gründung bis Nachkriegszeit Die Heil- und Pflegeanstalt Großschweidnitz wird 1902 eröffnet. Während des Zweiten Weltkriegs gehört sie zu den effektivsten Tötungseinrichtungen im Rahmen der dezentralen „Euthanasie“. Nach 1945 steigt die Zahl der Patienten rapide an. Bereits 1949 sind mehr als 1500 psychisch kranke Menschen untergebracht. Modernisierung und Spezialisierung 1962 wird die Einrichtung zum „Fachkrankenhaus für […]

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Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald – Klinik für Psychiatrie

Gründung der Heilanstalt in Greifswald Die 1834 eröffnete Heilanstalt in Greifswald ist das erste „Asyl für Geisteskranke“ in Pommern. Sie ist an den universitären Unterricht angeschlossen. 1906 wird ein zeitgemäßer Neubau errichtet. Neuorientierung nach 1945 Im Herbst 1946 übernimmt Hanns Schwarz die Leitung der Klinik. Er initiiert 1948 die Gründung der „Psychiatrisch-neurologischen Gesellschaft in Mecklenburg“. […]

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Fachkrankenhaus für Neurologie und Psychiatrie Eberswalde

Errichtung und Nutzung nach dem Zweiten Weltkrieg Ab 1862 wird die „Land-Irren-Anstalt Neustadt-Eberswalde“ nach Plänen des Architekten Martin Gropius errichtet. Im Ersten wie im Zweiten Weltkrieg fungiert sie als Militärlazarett, während der NS-Zeit als Zwischenanstalt der „Euthanasie“-Aktion. Nach 1945 werden Teile von der Roten Armee genutzt. Zudem kommen eine Gehörlosenschule, ein Hygieneinstitut und eine Lehrerbildungsstätte […]

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Psychiatrische Abteilung Rüdersdorf

Die psychiatrische Abteilung in Rüdersdorf besteht als Abteilungspsychiatrie des Krankenhauses Rüdersdorf seit 1960. Als Außenbereich der bis dato zuständigen Landesnervenklinik Eberswalde befindet sie sich zentral in der Ortsmitte von Rüdersdorf, im ehemaligen Gefängnisbau des Ortes. 1981 übernimmt sie die Aufgabe der Vollversorgung für die Region. Einmal monatlich finden hier die Rüdersdorfer Psychotherapieabende statt, an denen […]

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Bezirksfachkrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie Bernburg

Gründung der Landesheil- und Pflegeanstalt 1875 eröffnet die Landesheil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke in Bernburg (Abb. 1). Tötungsanstalt im Nationalsozialismus Im Sommer 1940 verpachtet der Landesfürsorgeverband mehrere Häuser an eine Tarnorganisation der Kanzlei des Führers. In Bernburg entsteht eine der sechs zentralen Gasmordanstalten. Zwischen 1941 und 1943 sterben dort rund 14.000 Menschen im Rahmen der nationalsozialistischen […]

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Nervenklinik der Medizinischen Akademie Magdeburg

Eröffnung und Entwicklung der Nerven- und Psychiatrieabteilungen Im Jahr 1891 eröffnet die Sudenburger Krankenanstalt eine Irrenabteilung (Abb. 1). 1929 gründet Heinrich Pette eine eigenständige Nervenklinik. 1944 wird ein großer Teil der Nervenklinik zerstört; der Wiederaufbau erfolgt unter Klinikleiter Steinkopff, der bis 1954 Direktor bleibt. 1952 gründet er eine Kinderpsychiatrische Abteilung. 1955 wird die Elektroenzephalographie in die […]

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Medizinische Akademie„Carl Gustav Carus“ Dresden – Klinik und Poliklinikfür Psychiatrie und Neurologie

Gründung der Medizinischen Akademien in der DDR Am 01.09.1954 werden die Medizinischen Akademien in der DDR gegründet. Eine der drei befindet sich in Dresden, wo die Gebäude des Johannstädter Krankenhauses für die neue medizinische Einrichtung genutzt werden. Mit der Gründung geht die Errichtung neuer Lehrstühle einher. Aufbau der psychiatrisch-neurologischen Klinik Johannes Suckow wird auf den […]

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Nervenklinik und Poliklinik der Medizinischen Akademie Erfurt

Gründung der Medizinischen Akademien in der DDR und Standort in Erfurt Am 01.09.1954 werden die Medizinischen Akademien in der DDR gegründet. Eine der drei befindet sich in Erfurt. Das Klinikgebäude ist das ehemalige Militärhospital hinter der Poliklinik Nord, ergänzt durch zwei Baracken im Krankenhausgelände an der Nordhäuser Straße. „Im ersten Fünfjahrplan entstand die Medizinische Akademie […]

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Bezirkskrankenhaus für Neurologie und Psychiatrie Arnsdorf

Eröffnung der Einrichtung 1912 öffnet die „Königlich-Sächsische Heil- und Pflegeanstalt Arnsdorf“ ihre Türen, um Patienten aufzunehmen und zu behandeln (Abb. 1). Zweiter Weltkrieg Während des Zweiten Weltkriegs werden tausende Patienten im Rahmen des „Euthanasie“-Programms getötet, unter anderem durch Deportationen nach Pirna-Sonnenstein. Nach 1945 nutzt die Rote Armee die Gebäude, bevor sie ab 1946 wieder der klinischen […]

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Fachkrankenhaus für Neurologie und Psychiatrie Altscherbitz

Gründung und frühe Entwicklung 1876 wird auf dem Gelände des Ritterguts Altscherbitz bei Leipzig eine moderne psychiatrische Einrichtung eröffnet – unter der Leitung von Moritz Köppe (Abb. 1). Unter seinem Nachfolger Alfred Paetz entwickelt sich Altscherbitz zu einer der führenden psychiatrischen Anstalten in Deutschland. Ein besonderes Merkmal ist das sogenannte Open-Door-System: offene Stationen und „koloniale […]

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Bezirksfachkrankenhaus für Neurologie und Psychiatrie Lübben

Eröffnung, Schließung und Wiedereröffnung Im Jahr 1893 eröffnet die „Brandenburgische Idiotenanstalt“ in Lübben. Sie geht aus der Korrigierenden- und Landarmenanstalt hervor und bietet Arbeitstherapie sowie Familienpflege als therapeutische Angebote an. 1940 wird die Anstalt aufgelöst, die Patienten werden verlegt. 1958 erfolgt die Wiedereröffnung als psychiatrische Klinik. Neben der Psychiatrie entstehen Abteilungen für Neurologie sowie Kinder- […]

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Bezirkskrankenhaus für Neurologie und Psychiatrie Leipzig-Dösen

Gründung und frühe Funktion Im Jahr 1901 wird die Heilanstalt Dösen eröffnet. Sie übernimmt einen Großteil der psychiatrischen Versorgung für die Stadt Leipzig und entwickelt sich schnell zu einer zentralen Einrichtung im Bereich der Psychiatrie (Abb. 1). Zeit des Nationalsozialismus: Medizinischer Missbrauch und Verbrechen Während der NS-Zeit wird unter der Leitung von Hermann Paul Nitsche das […]

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Bezirkskrankenhaus für Neurologie und Psychiatrie Brandenburg

Eröffnung und Geschichte im Nationalsozialismus 1911 entsteht das Bezirkskrankenhaus für Neurologie und Psychiatrie in Brandenburg Görden, das nach modernen Grundsätzen nach Geschlechtern getrennt wird. 1919 erhält die Einrichtung den Namen „Landesanstalt Görden“. Unter dem Direktorat von Hans Heinze wird 1938 die erste „Kinderfachabteilung“ eingerichtet, die Kinder und Jugendliche im Rahmen der nationalsozialistischen „Euthanasie“ ermordet. Die […]

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Zentralklinik für Psychiatrie und Neurologie Wilhelm-Griesinger, Berlin Biesdorf

Gründung und frühe Geschichte 1891 eröffnet die „Anstalt für Epileptische Wuhlgarten bei Biesdorf“. Ab 1928 fungiert die Einrichtung als allgemein-psychiatrische Anstalt für Kranke mit unterschiedlichen psychiatrischen Störungsbildern. Neuorganisation nach dem Zweiten Weltkrieg Nach dem Zweiten Weltkrieg kommt die Versorgung zunächst zum Stillstand, 1948 beginnt der Wiederaufbau und die Neuorganisation. Trotz Verstrickung in die NS-Krankentötungen wird […]

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Fachkrankenhaus für Neurologie und Psychiatrie Berlin-Lichtenberg (Herzberge)

1893 eröffnet die zweite städtische „Irrenanstalt“ in Berlin. Eine eigene Landwirtschaft dient der Aktivierung der Patienten und hilft bei der Finanzierung der Einrichtung. Zwischen 1939 und 1942 werden etwa 2000 Menschen im Rahmen der „Euthanasie“-Aktion ermordet. Der ärztliche Direktor Karl Balthasar arbeitet eng mit dem Kaiser-Wilhelm-Institut für Hirnforschung zusammen. Nach dem Zweiten Weltkrieg Nach der […]

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Klinik für Neurologie und Psychiatrie des Bereiches Medizin (Charité) der Humboldt-Universität zu Berlin

Ursprung und Nachkriegszeit Die Klinik für Neurologie und Psychiatrie der Charité entwickelt sich aus der ersten Anstalt für „Geisteskranke, Epileptiker, Arme und Gebrechliche“ in Berlin. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der Teilung Deutschlands ist eine konsequente Entnazifizierung kaum möglich. Es herrscht akuter Personalmangel, der durch Abwanderungen nach Westberlin und die BRD verschärft wird. […]

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Klinik für Psychiatrie Berlin Buch

Gründung und frühe Nutzung 1907 nimmt die „dritte Irrenanstalt“ Berlins den Betrieb auf. Ab 1928 dient ein Teil der Einrichtung der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft als Hirnforschungsinstitut. Zwischen 1940 und 1945 werden Gehirne von „Euthanasieopfern“ zu Forschungszwecken verwendet. 1941 wird die Heil- und Pflegeanstalt aufgelöst und in das Hufelandkrankenhaus umgewandelt, das für somatisch Kranke genutzt wird. Wiederaufnahme der […]

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Psychiatrie

Klinik für Psychiatrie der Karl-Marx-Universität Leipzig

Frühe Geschichte und Bedeutung bis ins 20. Jahrhundert Die psychiatrische Lehre an der Universität Leipzig lässt sich bis ins Jahr 1806 zurückverfolgen. Im ausgehenden 19. Jahrhundert entwickelt sich die Klinik zu einer der größten psychiatrischen Einrichtungen im Deutschen Reich. Zeit des Nationalsozialismus: Verlegungen statt direkter Tötung Während der Zeit des Nationalsozialismus werden keine Patientinnen und […]

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Psychiatrie

Fachzeitschrift „Psychiatrie, Neurologie, Medizinische Psychologie“

Die Zeitschrift „Psychiatrie, Neurologie, Medizinische Psychologie“ war die einzige Fachzeitschrift dieser Fachgebiete. Sie entstand 1949, um eine gegenüber der BRD konkurrenzfähige Zeitschrift ins Leben zu rufen. Sie existierte über den gesamten Zeitraum des Bestehens der DDR und fungierte ab 1960 auch als Mitteilungsorgan der Gesellschaft für Psychiatrie und Neurologie und ab 1961 der Gesellschaft für […]

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Staatssicherheit und Ärzteschaft in der DDR

In der DDR galt die Ärzteschaft als besonders sensibler Berufsstand. Humanistische Berufsideale und eigenständige ethische Maßstäbe wurden vom MfS häufig als „bürgerliche“ oder „feindlich-negative“ Haltungen bewertet. Diese kritische Grundhaltung wurde durch strukturelle Probleme verstärkt: Personalmangel, Überlastung, lange Wartezeiten und unzureichende Ausstattung führten zu Frustration. Ein besonders sensibles Thema war die Abwanderung qualifizierter Fachkräfte. In MfS-Dokumenten […]

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Bezirksfachkrankenhaus für Neurologie und Psychiatrie Rodewisch

Die ersten Jahrzehnte 1893 wird die „Königlich Sächsische Landes-, Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke zu Untergöltzsch“ eröffnet. In der Zeit des Nationalsozialismus werden Patientinnen und Patienten im Rahmen des „Euthanasie“-Komplexes getötet. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs werden Teile der Anstalt für Tuberkulosekranke, Flüchtlinge sowie die Sowjetische Armee genutzt. 1947 wird die Einrichtung in „Krankenanstalt Rodewisch“ […]

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Nervenklinik des Bereiches Medizin der Wilhelm-Pieck-Universität Rostock

Frühe Geschichte und Bedeutung bis ins 20. Jahrhundert 1896 wurde die Heil- und Pflegeanstalt Rostock-Gehlsheim eröffnet (Abb. 1). Zur Sicherstellung des psychiatrischen Unterrichts wurde ein Lehrstuhl eingerichtet. In der Zeit des Nationalsozialismus wir die Klinik erst spät in die Krankentötungen einbezogen, 23 Patienten werden verlegt, andere durch den Klinikdirektor Ernst Braun zurückgestellt. Erhöhte Sterberaten gibt es […]

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Psychiatrie

Bezirksfachkrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie Stadtroda

Gründung und frühe Entwicklung 1848 erfolgt die Errichtung der Anstalt in zwei Teilen als Heil- und Pflegestätte für Geisteskranke des Herzogtums Sachsen-Altenburg und als Krankenhaus für heilbare Körperbehinderte. Zusätzlich kommt es 1886 zur Einrichtung einer Anstalt für Kinder. 1924 erfolgt die Umbenennung der Anstalt in „Thüringische Landesheilanstalt in Stadtroda“. In der Zeit des Nationalsozialismus fungiert […]

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Psychiatrie

Klinik für Psychiatrie – Bezirkskrankenhaus Stralsund-West

Eröffnung und NS-Zeit Die Pommersche Provinz-Heilanstalt wird 1912 eröffnet und versorgt etwa 1000 Patienten. Arbeitstherapie und offene Fürsorge spielen bei der Behandlung eine wichtige Rolle. 1939 wird die Anstalt geschlossen. Während des Nationalsozialismus werden 1.200 Menschen abtransportiert und größtenteils getötet. Wiedereröffnung und Neustrukturierung 1953 erfolgt die Wiedereröffnung der Klinik als psychiatrische Einrichtung. Unter Hans Leidenberg wird […]

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Psychiatrie

Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie Teupitz

Gründung und frühe Geschichte 1908 wird die fünfte Anstalt in Trägerschaft des brandenburgischen Provinziallandtages in Teupitz eröffnet. Sie bietet Platz für 900 Patientinnen und Patienten. Während der Zeit des Nationalsozialismus werden psychisch Kranke im Rahmen des „Euthanasie“-Programms getötet. Die Einrichtung fungiert als Zwischenanstalt und spielt zudem eine wichtige Rolle bei der Sonderaktion gegen jüdische Patientinnen […]

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Psychiatrie

Bezirksnervenklinik Uchtspringe

Eröffnung und frühe Geschichte 1884 wird die Landes- Heil- und Pflege-Anstalt Uchtspringe in der Provinz Sachsen eröffnet (Abb. 1). Erster Direktor ist Konrad Alt. Die Arbeitstherapie stellt eine der wichtigsten therapeutischen Maßnahmen zur Behandlung psychischer Erkrankungen dar. Diese Tradition bewahrt die Einrichtung. Herausforderungen in der NS-Zeit 1933 muss Direktor Heinrich Bernhard aufgrund seines jüdischen Glaubens die […]

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Psychiatrie

Bezirksfachkrankenhaus für Neurologie und Psychiatrie Ueckermünde

Gründung und frühe Geschichte 1875 wird die „Provinzial-Irrenanstalt bei Ueckermünde“ eröffnet. Während der Zeit des Nationalsozialismus wird die Einrichtung – neben Meseritz-Obrawalde – zu einem zentralen Ort der sogenannten „Euthanasie“-Verbrechen in Pommern. Mehrere tausend Patientinnen und Patienten werden ermordet. Nachkriegszeit und kein Neuanfang Nach Kriegsende gelingt ein Neuanfang nicht. Die Zustände bleiben desolat, auch unter […]

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Psychotherapie

Neurosenklinik Berlin-Hirschgarten

In der Neurosenklinik Berlin-Hirschgarten werden Patienten ab 1964 im Rahmen eines sechswöchigen stationären Aufenthaltes insbesondere mit der Intendierten Dynamischen Gruppenpsychotherapie (IDG) psychotherapeutisch behandelt. Unter der Leitung von Kurt Höck (1964 – 1986) und später Christoph Seidler (1987 – 1991) ist die Klinik der ambulanten Abteilung für Psychotherapie und Neurosenforschung des Hauses der Gesundheit angeschlossen. Dies […]

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Psychotherapie

Wilhelm-Pieck-Universität Rostock

Psychotherapeutische Station Die Psychotherapeutische Station, Teil der universitären Psychiatrieabteilung, wird ab 1974 unter der Leitung Peter Wrucks vorangetrieben. Mit der Einführung problemfallorientierter Seminare nach dem Balint-Modell ab 1983 sowie der Gründung des Psychoanalytischen Instituts (IPPMV) im Jahr 1990 entsteht vor Ort ein wichtiges Forum für Psychotherapie. In Rostock etabliert sich, mit aufgrund der Bemühungen des […]

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Psychiatrie

Verwahrung, Zwang und Vernachlässigung in der Psychiatrie in der DDR

Missbrauch kann in unterschiedlichen Formen und Praktiken auftreten. Nicht selten ist er an Machtstrukturen gekoppelt, die wiederum bestimmte Interaktions- und Abhängigkeitsverhältnisse nach sich ziehen. Insbesondere in so genannten „totalen Institutionen“ (Erving Goffman), zu denen u. a. psychiatrische Einrichtungen gehören, kann es zu problematischen Potenzialen kommen, die durch Bevormundungen, Einschränkungen, körperliche und mentale Gewalt gekennzeichnet sein […]

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Psychiatrie

Hilfe für psychisch Kranke – Arbeitstherapie

Hilfe für psychisch Kranke versprachen Therapien. Insbesondere die Arbeitstherapie spielte in der Psychiatrie in der DDR eine große Rolle. Sie wurde als Teil der sogenannten Komplextherapie begriffen. Arbeitstherapie sollte als Rehabilitationsmaßnahme therapeutisch ausgerichtet sein, ärztlich verordnet werden und möglichst frühzeitig zum Einsatz kommen. Der ökonomische Nutzen sollte sekundär sein. In der Praxis stand häufig jedoch […]

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Psychiatrie

Die psychiatrisch-neurologischen Fachgesellschaften in der DDR

Eigenständige Fachgesellschaften spielen für die Entwicklung einzelner medizinischer Fächer eine wichtige Rolle; so etwa für das Selbstverständnis und die Suche nach der eigenen professionellen Identität. In der SBZ und DDR mussten die Fachgesellschaften ihre Aufgaben im Spannungsfeld von politischen Anforderungen und realen Gegebenheiten wahrnehmen und unterlagen Einschränkungen. Neubeginn nach 1945 – Fachliche Organisation unter Aufsicht […]

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Psychiatrie

Suizid in der DDR: Tabu und Pflicht zur Prävention

Die Suizidforschung in der DDR wurde stark von den wechselnden Tabuisierungspolitiken der SED beeinflusst. Trotz theoretisch günstiger Voraussetzungen für Suizidprävention scheiterte die Einrichtung eines Netzwerks meist an materiellen Engpässen und Kommunikationsbarrieren. Die SED beschränkte die Suizidprophylaxe auf den medizinischen Bereich und verschärfte die Tabuisierung in Krisenzeiten wie 1963 und 1977, was systematische Bemühungen erschwerte. Eine […]

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Psychotherapie

Psychotherapeutische Abteilung des St. Joseph-Krankenhauses Berlin-Weißensee

Therapeutische Strömungen und Behandlungssetting Die gemischtgeschlechtliche psychotherapeutische Station wird im Jahr 1969 eröffnet. Mit einer Kapazität von 24 Betten können hier nachfolgend jährlich etwa 123 Patienten mit persönlichkeitszentrierter Psychotherapie mit dem Schwerpunkt von Gruppengesprächen und teilweise mit Verhaltenstherapie behandelt werden. Neben der stationären Psychotherapie werden etwa 760 ambulante Einzelkonsultationen durchgeführt, überdies gibt es eine ambulante […]

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Psychiatrie

Klinik für Psychotherapie am Städtischen Klinikum Berlin-Buch

Therapeutische Strömungen und Behandlungssetting Die Klinik für Psychotherapie am Städtischen Klinikum Berlin-Buch wird 1974 eröffnet. Mit einer Kapazität von 32 Betten und etwa 880 ambulanten Behandlungen ist der Klinik einem eigenständigen Chefarztbereich am Städtischen Klinikum Berlin-Buch zugewiesen. Es gibt zwei Abteilungen: In der Abteilung für Gruppentherapie werden strukturell weniger eingeschränkte Patienten in drei geschlossenen Gruppen […]

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Psychotherapie

Psychotherapeutische Abteilung des Wilhelm-Griesinger-Krankenhauses Berlin

Psychotherapeutische Abteilung Das Wilhelm-Griesinger-Krankenhaus Berlin wird im November 1893 als „Anstalt für Epileptische Wuhlgarten bei Biesdorf“ eröffnet. Ab 1927 werden neben Epileptikern zunehmend ebenfalls Personen mit Paralyse, Alkoholabhängigkeit und anderen psychiatrischen Krankheitsbildern aufgenommen, was 1928 zur Umgestaltung in eine allgemeine Nervenanstalt und zur Umbenennung des Krankenhauses in „Städtische Heil- und Pflegeanstalt (für Epileptische) Wuhlgarten“ führt. […]

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Gesundheitssystem

Nachkriegssituation

Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Lage im Osten Deutschlands katastrophal. Die Menschen litten unter Mangelernährung, die hygienischen Zustände waren schlecht, es fehlten Ärzte und klinische Einrichtungen. Tuberkulose, Durchfallerkrankungen, Fleckfieber und Poliomyelitis waren weit verbreitet. In den beiden Nachkriegsjahren starben in der SBZ über 40.000 Menschen an Tuberkulose. Auch die Säuglingssterblichkeit war hoch. Insgesamt gab […]

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Gesundheitssystem

Das DDR-Gesundheitswesen im Kontext der SED-Herrschaft in den 1980er Jahren

1989 kam es zu einem Wechsel an der Spitze des DDR-Gesundheitsministeriums: Ludwig Mecklinger, Arzt, Jurist und SED-Mitglied, trat ab, Klaus Thielmann, ebenfalls Arzt und Parteimitglied, übernahm das Amt, nachdem er zuvor im Hochschulministerium tätig gewesen war. Seit 1971 hatte Mecklinger das Gesundheitsministerium der DDR geführt. Mecklingers Weg an die Spitze des Ministeriums fiel in eine […]

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Gesundheitssystem

Einflussnahme auf wissenschaftliches Arbeiten: Staatliche Vorgaben für die deutsch-deutschen Forschungskontakte 1967/68

Staatliche Vorgaben für die deutsch-deutschen Forschungskontakte 1967/68 Die späten 1960er Jahre markierten eine Phase verstärkter staatlicher Kontrolle über die Wissenschaft der DDR. Vor dem Hintergrund der außenpolitischen Bemühungen um Anerkennung und der innenpolitischen Festigung des Sozialismus erließ die Regierung neue Richtlinien für den Austausch mit der Bundesrepublik und Westberlin. 1967/68 wurden Publikationen in westdeutschen Fachzeitschriften […]

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Psychiatrie

Karl-Bonhoeffer-Medaille und Karl-Bonhoeffer-Preis

Karl-Bonhoeffer-Medaille und Karl-Bonhoeffer-Preis der Gesellschaft für Psychiatrie und Neurologie der DDR Am 21.10.1977 beschloss der Vorstand der Gesellschaft für Psychiatrie und Neurologie der DDR die Vergabe einer Karl-Bonhoeffer-Medaille und eines Karl-Bonhoeffer-Preises in Anerkennung hervorragender wissenschaftlicher Leistungen auf dem Fachgebiet Psychiatrie und Neurologie. 1980 wurden diese erstmals verliehen. Karl Bonhoeffer-Medaille Die Karl-Bonhoeffer-Medaille wurde 1980 erstmals verliehen. […]

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Psychiatrie

Im Vorfeld von Rodewisch

Die Rodewischer Thesen, formuliert 1963 im Vogtland, markieren einen Meilenstein in der Entwicklung der psychiatrischen Versorgung in der DDR. Sie forderten frühzeitig eine Öffnung der Psychiatrie sowie den Ausbau ambulanter Strukturen und plädierten für die Integration von Rehabilitationskonzepten in die krankenhausorientierte Behandlung – insbesondere bei chronisch Kranken. Der Weg nach Rodewisch war ein steiniger. Hintergründe […]

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Psychiatrie

Ost-West-Kontakte im Umfeld der Psychiatriereformen

Trotz politischer Gegensätze zeigten sich innerhalb der Psychiatrie Gemeinsamkeitenzwischen in Ost und West, insbesondere im Bereich der sozialen Psychiatrie und bei der Einrichtung sozialpsychiatrischer Dienste. Der hannoversche Psychiatrieprofessor Karl Peter Kisker fasste 1967 zusammen, dass zwischen Psychiatern in der BRD und der DDR eine weitgehende Übereinstimmung bezüglich der Notwendigkeit sozialpsychiatrischer Angebote besteht. Wissenschaftlicher Austausch und […]

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Psychiatrie

Zwischen Aufbruch und Stagnation – Die Brandenburger Thesen zur „Therapeutischen Gemeinschaft“ (1974/76)

Die psychiatrische Versorgung in der DDR war lange durch eine konservative und auf Verwahrung ausgerichtete Tradition geprägt. 1963 gab es mit den Rodewischer Thesen erste Bestrebungen, die Verwahrpsychiatrie zu überwinden. Diese Ansätze wurden nur in begrenztem Maße umgesetzt, da finanzielle Mittel fehlten. Zudem gab es Widerstände von staatlicher Seite, der Universitätspsychiatrie und von Fachgesellschaften. Der […]

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Psychiatrie

Justiz und Aufarbeitung der NS-„Euthanasie“-Verbrechen in der SBZ und DDR

Zwischen 1939 und 1945 starben über 250.000 psychisch kranke, körperlich behinderte und fürsorgebedürftige Menschen durch organisierte Tötungen im Rahmen des so genannten „Euthanasie“-Komplexes. Beginn der Strafverfolgung nach 1945 Die polizeiliche und juristische Aufklärung gestaltete sich schwierig. Viele Täter waren in mehreren Anstalten sowie in Vernichtungslagern in Polen tätig gewesen. Zudem waren einige geflohen, verstorben oder […]

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Psychiatrie

Schatten der Vergangenheit: Johannes Suckow und die NS-„Euthanasie“

Johannes Suckow um 1966 In den 1980er Jahren warnt der Historiker Götz Aly vor möglichen NS-Verstrickungen prominenter Wissenschaftler in der DDR. Im Mittelpunkt steht Johannes Suckow, der von 1954 bis 1963 Leiter der neurologisch-psychiatrischen Klinik der Medizinischen Akademie Dresden (MAD) war. Er galt in der DDR als anerkannter Professor und Reformator der Psychiatrie. Erste Hinweise […]

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Psychiatrie Psychotherapie

Entwicklungsphasen der Psychotherapie in der DDR

1945 – 1949: Nachkriegszeit Das methodische und wissenschaftliche Potential der Psychotherapie ist in den Nachkriegszeiten zunächst sehr ausgedünnt. Nach Gründung der DDR werden erste Institutionen der Psychotherapie wiederbesetzt. Dazu gehören u. a. die Psychoanalytiker Dietfried Müller-Hegemann und Alexander Mette, die später offiziell gegen die Psychoanalyse eintreten, ihr jedoch in einer ambivalenten Art und Weise verbunden bleiben […]

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Gesundheitssystem

Die Entwicklung des DDR-Gesundheitswesens in ihren einzelnen Phasen

1945 – 1949: Wiederaufbau unter kritischen Bedingungen Mit dem Kriegsende 1945 beginnt in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) der Wiederaufbau eines Gesundheitswesens. Es fehlt allerdings zunächst an allem: Die Menschen leiden unter Mangelernährung, die hygienischen Bedingungen sind katastrophal, klinische Einrichtungen kaum vorhanden. Viele Ärzte verlassen daher die Ostzone gen Westen, verstärkt auch durch die beginnende Entnazifizierung. […]

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Psychotherapie

Kommunikative Psychotherapie

Begründer und Hauptvertreter in der DDR Die Kommunikative Psychotherapie wird von einer vierköpfigen Arbeitsgruppe unter der Leitung der Psychiaterin Christa Kohler (1928 – 2004) an der Universitätsklinik in Leipzig entwickelt. Neben Kohler können die Physiotherapeutin Anita Kiesel (heute Wilda-Kiesel, *1936), der Musiktherapeut Christoph Schwabe (*1934) und der Psychologe Hermann-Friedrich Böttcher (*1937) als Begründende des Verfahrens […]

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Psychotherapie

Gesprächspsychotherapie

Begründer und Hauptvertreter in der DDR Die Einführung und Entwicklung der Gesprächspsychotherapie in der DDR geht auf den Psychologen Johannes Helm (*1927) zurück. Helm gründet an der Humboldt-Universität Berlin 1968 eine Forschungs- und Arbeitsgruppe zur Gesprächspsychotherapie, die nach seinem Ausscheiden durch seine ehemalige Studentin und spätere Mitarbeiterin Inge Frohburg (*1937) weitergeführt wird. Zeitliche Einordnung Die […]

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Psychologie

Die Psychologie der DDR in ihren einzelnen Entwicklungsphasen

1945 – 1949: Der Wiederaufbau in der Nachkriegszeit Nach der Entnazifizierung der Universitäten in der SBZ werden Kurt Gottschaldt (1902-1991) mit erbpsychologischen Forschungen in Berlin, Werner Straub (1904-1983) mit arbeitspsychologischen Forschungen in Dresden und Werner Fischel (1900-1977) mit tierpsychologischen Untersuchungen in Leipzig jeweils als Institutsdirektoren vor Ort eingesetzt. Inhaltlich setzt die Psychologie in dieser Phase […]

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